Nick Manning
Chicago, Wall Street und der Einstieg bei Vivid
Nick Manning wurde am 28. Mai 1967 in Chicago, Illinois, geboren. Der bürgerliche Name, den IMDb führt, lautet Nicholas Gillespie. In den Datenbanken steht er als amerikanischer Darsteller, weiß, ohne Tattoos und ohne Piercings. Die Größenangaben gehen auseinander: IAFD nennt 183 Zentimeter, IMDb und Wikipedia 188, Pornopedia 185. Die Augen werden haselnussfarben oder grün geführt, das Haar dunkel bis braun. Ein Gewicht um 90 Kilogramm taucht in einzelnen Profilen auf, ist aber nicht überall gesetzt. Der Spitzname Nasty Nick läuft in den IMDb-Feldern parallel zum Künstlernamen.
Den Weg in die Branche hat er in einem IMDb-Text selbst skizziert. Davor lag Baseball, Schulteroperationen, ein Graduiertenstudium und eine Zeit an der Wall Street in New York. Das Geld sei da gewesen, die Arbeit nicht die richtige. Er stieg aus, arbeitete jahrelang als Model und zog nach Miami Beach. Ein Playgirl-Shooting folgte, danach riefen Studios an. Er ging nach Los Angeles und begann nach eigener Darstellung direkt bei Vivid. IAFD setzt den Performer-Start auf 2000, mit etwa 33 Jahren. Als Debütfilm wird in Branchenübersichten Mirage genannt, Regie Brad Armstrong, Wicked Pictures.
Wer nach Nick Manning Porno sucht, trifft auf diese späte zweite Karriere, nicht auf einen Einstieg mit Anfang zwanzig. Die ersten Jahre sitzen bei Vivid, Wicked, Jill Kelly Productions und Kick Ass. Beauty Within und Break The Chains laufen 2003, Fans Have Spoken in mehreren Teilen über Jill Kelly. Die Menge der Credits wächst schnell. Pornopedia zählt über 760 Darsteller-Einträge und 14 Regiearbeiten. IAFD führt die Performer-Jahre von 2000 bis 2019 und die Regie von 2003 bis 2011. In einem Text von 2006 spricht er von fünf bis sechs Szenen pro Woche seit dem Start und von einem Ablauf, der Disziplin brauche. Training wie bei einem Athleten, pünktlich am Set, Abstand zur Drogenszene: das sind seine eigenen Formulierungen aus derselben Kurzbiografie.
Newcomer-Preis, Hall of Fame und die Regie
Die Auszeichnungen kommen früh. Wikipedia und Pornopedia führen den AVN Award 2003 als Best Male Newcomer. NightMoves zeichnet ihn 2003 als Best Actor aus, in der Editor's-Choice-Linie. IAFD listet für 2003 zusätzlich eine Nominierung in Best Scene Coupling für Crime and Passion von 2002. Danach bleiben Nominierungen die Regel: Male Performer of the Year bei den AVN Awards, unter anderem 2004, 2008 und 2009, Best Actor für Les Bitches, Sacred Sin und Spunk'd the Movie, Best Couples Sex Scene für Maneater, The Devil in Miss Jones und Innocence: Perfect Pink. 2013 folgt eine Nominierung als Best Supporting Actor für Overnight. 2014 nimmt ihn die AVN Hall of Fame auf, bei IAFD als Founders Branch geführt. XBIZ nennt ihn 2015 als Nominee für Crossover Star of the Year und für eine Couples-Szene in White Witch, 2016 für Best Actor in Love, Sex and TV News, 2017 für Best Supporting Actor in Marine.
Nick Manning Pornostar ist in dieser Liste keine Übertreibung. Der Name trägt einen Newcomer-Preis, einen NightMoves-Award und die Hall of Fame, dazu eine Filmografie, die in die Hunderte geht. Studios, die in den Übersichten wiederkehren, sind Vivid, Wicked, Penthouse, Kick Ass, Sin City und Jill Kelly. Die Reihe Droppin' Loads, Teile 1 bis 3, läuft 2010 und 2011 über Sin City und steht auf der Regieseite. Die eigene Firma BoneYard Pictures wird in den Karriereabrissen als Haus für die Regiearbeiten genannt. Titel wie Take My Wife, Busting the Babysitter, Obsessed with Breasts 2, Collision Course und Out of Control sitzen in den Auswahlfilmografien neben den Feature-Nominierungen.
Das Bild auf den Sets ist das des großen, dunklen Darstellers mit der lauten Selbstansage und dem hohen Drehpensum. Gonzo und Feature laufen parallel, Paar-Szenen stehen neben den Serien, in denen er die dominante Figur gibt. Fotografen wie Glenn Francis tauchen in den Porträtnachweisen auf. Die Regie beginnt 2003, also im Jahr des Newcomer-Preises, und reicht bei IAFD bis 2011. Danach bleiben die Performer-Credits die dichtere Spur.
Mainstream-Rollen und das Pensum bis 2019
Neben der Hardcore-Liste liegen Mainstream-Auftritte. Wikipedia nennt Crank: High Voltage von 2009 als Male Porn Star, eine Folge von Hogan Knows Best und Sons of Anarchy. Cherry Bomb von 2011 ist die erste nicht-pornografische Hauptrolle, er spielt den Stripclub-Besitzer Ian Benedict. Beach Heat: Miami führt ihn 2012 als Head Lifeguard Jack Foster in zwei Folgen. BatfXXX: Dark Night Parody von 2010 setzt ihn als The Bat, Lolita from Interstellar Space von 2014 als Zarren. Cinemax-Thrills von 2001, For Love of the Game, Any Given Sunday, All My Children und The Fugitive werden in denselben Übersichten als weitere Credits genannt. XBIZ-Nominierungen als Crossover Star passen zu genau dieser Doppelspur aus Hardcore-Pensum und Nebenrolle im Kino.
Nick Manning Sex bleibt an das Hardcore-Pensum gebunden, nicht an die Nebenrollen. Die Szenen liegen bei Gonzo, Feature und Paar-Titeln, oft mit der lauten Ansage, die zum Markenzeichen wurde. Regie und Darstellung laufen jahrelang parallel. Nach 2011 werden die Regie-Einträge dünner, die Performer-Credits reichen in den IAFD-Feldern bis 2019. Ein festes Comeback-Datum danach ist in den Standardprofilen nicht der rote Faden. Pornstar Pets von 2005 zeigt ihn als er selbst in einer Dokumentation, Hogan Knows Best setzt ihn in derselben Zeit in eine Reality-Folge.
Die Karriere bleibt eine US-Linie: Chicago als Geburtsort, Miami Beach als Model-Station, Los Angeles als Drehort, Vivid und Wicked als frühe Häuser, BoneYard als eigene Regiefirma. Was die Listen tragen, sind Geburtsdatum, der Model- und Vivid-Einstieg um 2000, die Preise von 2003, die Hall of Fame 2014 und die Mainstream-Namen Crank, Cherry Bomb und Hogan Knows Best.
English
Français
Español
Italiano
Português